Beim Frühstückstreff des Seniorennetzwerks erläuterte sie, warum der Körper im Alter schwerer abkühlt und gab den Zuhörenden praktische Tipps: Sie legte ihnen ans Herz, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, empfohlen werden täglich 1,5 bis 2 Liter, idealerweise lauwarme Getränke. Wer stark schwitzt, sollte zudem auf einen Ausgleich des Salzhaushalts achten – beispielsweise mit einer Gemüsebrühe oder einigen Salzstangen. Wichtig ist auch, die Hitze aus der Wohnung fernzuhalten. Dafür sollen Fenster tagsüber geschlossen sowie Räume konsequent abgedunkelt und in den kühleren Nachtstunden gelüftet werden. Für einen erholsameren Schlaf empfahl sie Hilfsmittel wie gekühlte Kissen oder feuchte Tücher. Generell ist es wichtig, den Körper zu schonen. Es ist ratsam, körperliche Aktivitäten in die frühen Morgenstunden zu verlegen und auf leichte, gut verträgliche Mahlzeiten zu setzen. Marion Simonis sensibilisierte die Seniorinnen und Senioren, Warnsignale wie Schwindel, starke Müdigkeit oder dunkel gefärbten Urin ernst zu nehmen und den Körper umgehend zu kühlen, zu ruhen und – je nach Situation – ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie rief zu mehr Achtsamkeit auf und bat darum, auf ältere Angehörige, Nachbarn oder alleinlebende Menschen zu achten und ihnen bei Bedarf Unterstützung anzubieten. Gleichzeitig ermutigte die Leiterin des DRK-Hausnotrufs die Zuhörenden, andere Personen um Hilfe zu bitten, wenn ihnen die Hitze zu sehr zu schaffen macht. Im Anschluss an ihren Vortrag beantwortete Marion Simonis alle aufkommenden Fragen.
